Gasverdichter

Der Gasverdichter steigert den Gasdruck nach dem gleichen Funktionsprinzip wie ein Seitenkanalverdichter. Der Gasverdichter ist dadurch in der Lage, Druckerhöhungen bis zu etwa 500 mbar zu erzeugen. Auch bei einem geringen Volumenstrom, bei denen eine Druckerhöhung von lediglich ein paar Dutzend Millibar erforderlich ist, werden Gasverdichter eingesetzt. Man kann dann mit einer bescheidenen Leistung und einem kompakten Gerät eine ausreichende Druckerhöhung herbeiführen, um die Verbraucher mit ausreichendem Gas auszustatten. Standard-Seitenkanalverdichter eignen sich nicht zum Verdichten von Gas. Gasverdichter wurden mithilfe verschiedener Anpassungen gasdicht abgedichtet. Sie verfügen über spezielle Dichtungen auf der Achse und die eingesetzten Materialien sind bezüglich der jeweiligen Gasart beständig. Außerdem muss die Explosionssicherheit der Anlage kritisch unter die Lupe genommen werden. Der Betreiber bestimmt, welcher ATEX Klassifizierung der Gasverdichter entsprechen muss. Es werden Gasmelder installiert, damit Defekte an der Gasdichtheit der Anlage frühzeitig erkannt werden. Auch alle anderen in der ATEX Zone vorhandenen Komponenten und Maschinen haben der ATEX Richtlinie zu entsprechen. Routinemäßige Wartung trägt zu einer betriebssicheren und zuverlässigen Funktionsweise bei.

Aufstellung der Gasverdichter: zwei Methoden

Gasverdichter werden immer mit einem Filter in der Zufuhrleitung ausgestattet. In der Regel ist das zu verdichtende Gas bereits sehr sauber. Das Filter hat hauptsächlich eine Sicherheitsfunktion. Mitgesaugtes Material kann zu irreparablen Schäden am Gasverdichter führen und die funkenfreie Funktionsweise des Pumpengehäuses zunichtemachen. Außerdem können abrasive Medien einen verfrühten Verschleiß der Achsendichtung verursachen. Die Regelung des Volumenstroms zum Zweck einer variierenden Abnahme wird hauptsächlich mithilfe der beiden folgende Methoden durchgeführt.

In einer Bypass-Aufstellung werden die Eintritts- und Austrittsseite des Gasverdichters miteinander verbunden. Dazwischen befindet sich ein Druckbegrenzungsventil, auch Sicherheitsventil genannt. Dieses Ventil wird so eingestellt, dass der Druck bei dem maximal erforderlichen Volumenstrom bei dem Verbraucher ausreichend hoch ist. Außerdem verhindert das Ventil beim Ausbleiben der Gasabnahme, dass der Gasverdichter überlastet wird. Mit einem kurzen Bypass kann der Gasverdichter in diesem Zustand in der Regel lediglich kurze Zeit laufen, da die Temperatur im Pumpengehäuse sehr schnell ansteigt. Der Gasverdichter wird bei einem Ausbleiben der Abnahme dementsprechend auch schnell ausgeschaltet. Wenn der erhöhte Gasdruck bei einem Ausbleiben der Gasabnahme aufrechterhalten werden muss, kann ein langer Bypass eingesetzt werden. Dadurch wird das Gas ausreichend abgekühlt bevor es in die Zufuhrleitung rückgeführt wird. Als zusätzlicher Schutz kann ein Temperaturschalter im Austrittsrohr des Verdichters montiert werden.

Mithilfe der Drehzahlregelung kann der Druck in der Austrittsleitung des Gasverdichters konstant gehalten werden. Der Gasverdichter wird dementsprechend das zu verdichtende Gas auf den Bedarf abstimmen. Bei konstantem Druck ist der Regelbereich jedoch auf etwa 30 bis 100 % des Volumenstroms begrenzt. Elektrisch betrachtet ist das im Hinblick auf den Verbrauch elektrischer Energie die wirtschaftlichste Lösung und für höhere Leistungen die am häufigsten angewendete Aufstellung. Auch hier kann ein Temperaturschalter im Austrittsrohr die Sicherheit erhöhen.

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